Kultur

Berger Hirtenspiel

Hirtenspiel 1.jpg Hirtenspiel 2.jpg Hirtenspiel.jpg

Um die Jahrhundertwende von einem Pfarrer in Berg im Drautal geschaffen, wird dieses Hirtenspiel alle 10 Jahre von der Theatergruppe Berg aufgeführt. Erzählt werden – wie der Name „Hirtenspiel“ schon sagt – die Tage von der Herbergssuche Marias und Josefs bis zu den Heiligen Drei Königen – und das mit engagierten Laienschauspielern und eindrucksvollen Bildern und Gesangstexten. Aufgeführt wird das Berger Hirtenspiel, das sich stets regen Interesses unter den Einheimischen  erfreut, im Kultursaal Berg im Drautal.

Berger Jedermann

Das besondere Kulturereignis im Oberen Drautal

 

Jedermann.09.c.a.h.pirker_bilderwerkstatt.jpg  Jedermann.Tod.2009.c.a.h.pirker_bilderwerkstatt.jpg  Jedermann.2009.c.a.h.pirker_bilderwerkstatt.jpg  

Fotos: Alfons H. Pirker

 

Fast jedem ist der "Jedermann" bei den Salzburger Festspielen ein Begriff. Dass die Urfassung dafür aus Berg im Drautal stammt, wissen die wenigsten. Was also liegt näher, als dem Schreiber dieses Textes, Herrn Matthias Staudacher, Pfarrer zu Berg im auslaufenden letzten Jahrhundert, ein Denkmal zu setzen.

 

Der Aufführungsort ist die südlich von Berg gelegene Ochsenschlucht, die mit ihren etwa 60 m hoch aufragenden steilen Kalksteinfelsen eine beeindruckende Naturkulisse bietet und dem Stück noch mehr Aussagekraft verleihen soll.

 

Den ewigen Konflikt des Menschen, zwischen Fleisch und Seele hin- und hergeworfen zu sein, können wir gut in die heutige Zeit übertragen. Unsere zivilisierte Welt mit ihrem Überangebot an Informationen, Reizen und Verlockungen lässt den heutigen Menschen nicht zur Ruhe kommen. Abhängigkeiten, denen er berufsbedingt und gesellschaftlich ausgesetzt ist, lassen ihn zum Diener vieler Herren werden. Sein Weltbild ist zwar voller Antworten, doch wer stellt die richtigen Fragen?  Der Mensch ist im Spannungsfeld von Computer und Ratlosigkeit, von grenzenlosem Informationsangebot und völliger Hilflosigkeit.

 

Das Jedermann-Thema mahnt zur Innenschau, zur Umkehr. Was sagt mir mein Inneres; ist das das Leben, welches ich mir gewünscht habe? Was ist, wenn morgen der Tod bei mir anklopft? Werde ich dann sagen, es hat sich gelohnt zu leben? Der Tod nimmt den Menschen mit einem Schlag die Zukunft. Schneidet ihn von der irdischen Welt ab - ohne Aufschub, ohne Kompromiss, ohne Gnade.

 

Die Absicht der Theatergruppe Berg im Drautal ist es, die Ur-Fassung des Jedermanns so getreu wie möglich zu spielen. So wie der Pfarrer zu Berg/Drau - Matthias Staudacher - sie vor über 100 Jahren geschrieben hat. Dieser Text konzentriert sich - durch behutsame Verwendung altertümlicher Sprache - auf das Wesentliche: das Ringen von Himmelsmächten und Höllengeistern um die menschliche Seele.  

 

Über den Verfasser Matthias Staudacher ist bekannt, dass er mit seinem Bruder Andreas über das Lesachtal nach Berg im Drautal gekommen ist. Sein Bruder war Hofnarr beim kaiserlichen Hof des Vaters von Kaiser Franz Josef. Pfarrer Matthias Staudacher starb am 29. Oktober 1897 in Hüttenberg.

 

Internationales Holzbildhauersymposium - sicher nicht am Holzweg

 

P1010015.jpg  P1010022.jpg   P1010080.jpg

 

Das „Internationale Holzbildhauersymposium“, organisiert vom bekannten Berger Künstler Hans-Peter Profunser, bringt jedes Jahr nationale und internationale Teilnehmer ins Oberdrautal. Eine Woche lang widmen sich Profunser und Kollegen am Parkplatz beim Mehrzweckhaus Berg im Drautal der Holzschnitzkunst, wobei das Repertoire von herkömmlicher Bildhauerei über abstrakte Darstellungen bis hin zu Installationen reicht.

Profunser möchte mit diesem Symposium, das mittlerweile einen Fixplatz im Oberdrautaler Kunstgeschehen einnimmt, die Kunst der Holzbildhauerei näher bringen und den wertvollen Rohstoff Holz im Bewusstsein der Menschen verankern.

 

Berger Partl

 

IMG_0520.jpg  IMG_0527.jpg  IMG_0540.jpg

    

Die Gründung der Berger Partl erfolgte im Jahr 1995. Aus einer Gruppe junger Burschen entstand eine Perchten- und Krampusgruppe. Die Berger Partl schreiben bewusst Partl mit "P", weil sie beide Brauchtumsarten vertreten:

Bartl (übersetzt: Der aus der Hölle kommt), wird auch als der Teufel oder Krampus bezeichnet.
Percht (Fruchtbarkeitgestalt), welche eigentlich das Gute symbolisiert.

Die Partl-Umzüge werden bewusst nur alle zwei Jahre veranstaltet, weil sich die Gruppe zur Aufgabe macht, die Wurzeln der beiden Brauchtümer nicht übertrieben auszubeuten. In den so genannten "Zwischenjahren", in denen kein Partl-Umzug stattfindet, ziehen die Maskierten am 5. Dezember von Haus zu Haus und versuchen so, dem christlichen Brauch gerecht zu werden.

In den Tagen der Wintersonnenwende laufen die Partl symbolisch durch die Ortschaft, um auch der zweiten Brauchtumsart, der Geistervertreibung, deren Ursprung im Heidnischen liegt, nachzukommen .

St. Athanas-Konzerte

athanas3.jpg  IMG_0408.jpg  P1010071.jpg

Im Jahre 2000 von den „Freunden St. Athanas“ gegründet, hat sich diese Konzertreihe  unter den Freunden klassischer Musik längst einen Namen weit über das Drautal hinaus gemacht. Jedes Jahr bietet das kleine, geschichtsträchtige Kirchlein St. Athanas Platz für Musik auf höchstem Niveau, mit eindrucksvoller Akustik und tollem Blick auf die Ausführenden. Zu Gast im Kirchlein sind preisgekrönte Chöre aus dem In- und Ausland, international ausgezeichnete Solisten und Ensembles. Konzertkarten sind auch in Form eines Abos erhältlich.

 

Wer war St. Athanas?

Als der heilige Athanasius von Alexandrien vor über 1600 Jahren auf dem beschwerlichen Weg in die Verbannung nach Trier in der Gegend von Berg im Drautal auf dem Römerstein ausruhte, konnte noch niemand ahnen, welche Bedeutung dieser Heilige einst haben würde. Schon gar nicht, dass man ihm dort eine Kirche errichten und später sogar eine lateinische Messe widmen würde. Der Namenspatron der kleinen Kirche setzte sich leidenschaftlich für die Bedeutung der Dreeinigkeit ein, wurde aber von seinen Gegnern verleumdet und fünfmal in die Verbannung geschickt.